03 Oktober 2022

Offroad zum Pic Negre

Nach dem Frühstück und den ersten Sonnenstrahlen auf dem Dachzelt packten wir alles zusammen und fuhren los zum Pic Negre, dem schwarzen Gipfel. Auf Fotos kommt es leider nie so rüber wie es in Wirklichkeit ist, aber die Wege und Tracks hier sind sehr steil und teilweise stark ausgespült. 

Da in den schwierigen Passagen der Wagen unkontrolliert hin und her schaukelt und das Lenkrad macht was es will, habe ich kaum Fotos von diesen Stellen. Aber wenn man nur mit Allrad und Untersetzung voran kommt, dann sind es auch keine einfachen Strecken mehr. ;-)

Dennoch haben wir den Pic Negre wie schon bei den vergangenen Touren erreicht und genossen die herrliche Aussicht hier oben. Auf den 2.605m Höhe hat man einen herrlichen Rundumblick über die Berglandschaft der Pyrenäen.

Hunderunde und mal wieder auf die Sonne warten

Es war eine kalte Nacht hier oben in den Bergen und ich habe tatsächlich auch mal einen Pulli über das T-Shirt gezogen, damit mir nicht zu kalt wird. Das Thermometer zeigte beim Frühstück die 6 Grad an. Wie jeden Morgen musst Diego natürlich mal für kleine Hunde und Christian zog mit ihm los. Leider ließ die Sonne etwas auf sich warten und verharrte dann lange Zeit hinter den wenigen Bäumen, so dass wir erst recht spät von ihr gewärmt wurden. 

Das Dachzelt ließen wir eine Weile geöffnet, damit das Kondenswasser darauf trocknen konnte. Derweil bereiteten wir unser Frühstück und setzten uns damit hinter den Wagen. 

Heute wollen wir hinauf zum Pic Negre, einem kleinen Berggipfel aus eher schwarzem Schiefergestein in 2.605m Höhe und danach zum VW T1 Bus, der seit Jahren in etwa selber Höhe auf einem Gipfel südlich von Andorra la Vella (der Ort) liegt. Für uns eine bekannte Tour, ich war bereits zwei Mal hier oben, aber noch nicht mit dem neuen Wagen. Wir sind gespannt, wie er sich auf den steilen ausgewaschenen Tracks schlagen wird.

 

02 Oktober 2022

Abendessen bei Mondschein und Rückzug ins Refugium

Es war mittlerweile 20 Uhr und wir hatten noch nicht zu Abend gegessen. Wir mussten allerdings auch nicht mehr umfangreich kochen, sondern hatten vom Vortag noch die eingetupperten Nudeln mit Grillfleisch, die wir nun erwärmten und mit dem restlichen Baguette verzehrten. 

Den Wagen haben wir nochmal auf eine etwas ebenere Rasenfläche umgeparkt. Es wurde kälter und auch feuchter und wir entschieden uns gegen den Aufbau unseres Zeltes und für den Umzug ins Refugium. Hier drin roch es zwar etwas stärker nach Rauch (Holzofen ist eingebaut), aber durch die Sonneneinstrahlung am Tag war es noch angenehm warm. Für ein Feuerchen fehlte uns leider das Brennholz und auch die Umgebung war bis auf einige Stöckchen schon recht abgegrast.

So verbrachten wir die Abendstunden beim Bierchen im Refugium ehe wir uns warm eingepackt ins Dachzelt legten, denn heute wird wohl die kälteste Nacht der Tour.


Ankunft am Refugi Roca de Pimes

Gegen 17:40 Uhr kamen wir dann endlich am Refugi Roca de Pimes in 2.170m Höhe an, welches im letzten Teil nur über eine recht anspruchsvolle und ausgewaschene Steinpiste zu erreichen ist. Damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet und in unseren Erinnerungen konnte man recht einfach hochkommen. Nunja, so lag die erste Offroadpassage schon hinter uns, ehe wir uns morgen früh noch weiter oben austoben wollen. 

Erstmal packten wir aber nun die Stühle aus und genossen bei einem Kaltgetränk die letzten Sonnenstrahlen, die so langsam über den Baumwipfeln verschwanden. 

Bei einem kleinen Rundgang konnte ich noch die in Sonnenlicht getauchten Berge durch die Baumwipfel erspähen, auf denen wir morgen unterwegs sein werden.

Mit dem Abzug der Sonne wurde es hier oben deutlich kühler und wir zogen uns zunächst an die Steinwände des Refugiums zurück, die die gespeicherte Wärme nun wieder abgaben. Und dann wurde es auch bald Zeit für ein Abendessen.


Überfahrt nach Andorra

Wir verließen die Mont-Rebei-Schlucht und fuhren über einige Bergpässe der Pyrenäen Richtung Andorra. Es boten sich immer wieder herrliche Ausblicke, aber die Fahrt war trotz der relativ kurzen Strecke recht lang und anstrengend, da es nur über Pässe und Landstraßen ging. Am Coll de Boixols hielten wir an einer Aussichtsplattform und machten eine kurze Pause. Auch die für die Pyrenäen typischen Geier konnten wir beobachten, als sie über einem Tierkadavar kreisten. Gegen 17 Uhr trafen wir in Andorra ein und mussten dann noch die lange Serpentinenstraße hoch zur Schutzhütte fahren.